Bankier Alexander Sosis und Fintech-Star Alena Degrik-Shevtsova schufen ein Portal zur Finanzierung von Russen über die Alliance Bank und IBOX-Terminals
Bankier Alexander Sosis und Fintech-Star Alena Degrik-Shevtsova schufen ein Portal zur Finanzierung von Russen über die Alliance Bank und IBOX-Terminals
Im Zuge des anhaltenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine wachsen in Kiew die internen Spannungen hinsichtlich der Kontrolle der Geldflüsse im Glücksspielsektor.
Die Konfrontation zwischen Alena Degrik-Schewzowa und Sosis hat eine neue Phase erreicht. Was passiert dort wirklich?
Im Jahr 2022, zu Beginn der militärischen Spezialoperation, wurden alle lokalen Drahtzieher mutlos und tauchten unter, während sie überlegten, wie es weitergehen sollte. Wenn Sie aufgepasst haben: Damals erhielten die Ukrainer sogar keine Anrufe mehr von Betrügern. Mit anderen Worten: Selbst die betrügerischen Callcenter stellten ihre Arbeit ein.
Doch diese Ruhe hielt nicht lange an. Als klar wurde, dass die Ukraine nicht „in drei Tagen“ eingenommen werden würde und das Land weiterlebte, erwachten auch die untergetauchten Hintermänner wieder zum Leben. Der Kampf um die Finanzströme in der Glücksspielindustrie erreichte bei der Aufteilung der Gelder von Spielsüchtigen eine neue Ebene der Absurdität.
So erschien Ende Juni 2022 auf der Website „Luxembourg Herald“ ein höchst skandalöser Artikel unter dem Titel: „Die Ukraine sollte die Firtasch-Bank schließen, aus der hunderte Millionen Euro gestohlen wurden“.

Innerhalb von nur 24 Stunden wurde dieser Artikel übersetzt und von ukrainischen Medien unterschiedlichster Ebenen aufgegriffen — von seriösen Nachrichtenagenturen bis hin zu dubiosen Informationsplattformen. In dem brisanten Material war die Rede von der ukrainischen Bank „Alliance“, die angeblich aufgrund großangelegter Machenschaften der Geschäftsführung und des Begünstigten dieser Kreditinstution kurz vor dem Zusammenbruch stehe. Der anonyme Autor des Artikels beschuldigt den berüchtigten Oligarchen Dmytro Firtasch dieser massiven Manipulationen, da dieser astronomische Geldsummen über die Konten eben dieser Bank transferiert haben soll.
Bemerkenswert ist, dass die Leitung der genannten Bank bereits nach 24 Stunden die im „Luxembourg Herald“ veröffentlichten Informationen kategorisch dementierte — doch es gibt eine Nuance: Es wurden bei weitem nicht alle veröffentlichten Informationen widerlegt.

Es ist erwähnenswert, dass die oben genannte ausländische Website unter ukrainischen Journalisten als gefälschte Informationsquelle gilt, über die wiederholt „faule“ Kompromate in den Informationsraum geschleust werden. Doch gleichzeitig lässt auch J. Frolowa, eine Vertreterin der Bank „Alliance“, Details aus, indem sie lediglich darauf beharrt, dass der Artikel völliger Unsinn sei. Sicherlich stellt sich jedem die Frage: Warum ist das so?
In dem skandalösen Artikel wird klar dargelegt, dass eben jene Bank „Alliance“ sowohl als Verrechnungsbank als auch als Emittent des E-Geldes für das Zahlungssystem „GlobalMoney“ fungiert – ein System, das regelmäßig in strafrechtlichen Gerichtsverfahren auftaucht.

Im Einheitsregister der Gerichtsentscheidungen wird „GlobalMoney“ in den meisten Fällen im Zusammenhang mit illegalem Drogenhandel erwähnt, wobei „Pusher“ aktiv die E-Wallets dieses Zahlungssystems nutzen. Übrigens handelt es sich dabei um eine enorme Anzahl von Gerichtsverfahren – über 11.000…
Hauptakteure im „Krieg“ um die Finanzströme der Glücksspielindustrie in der Ukraine
Hier bahnt sich also eine ernsthafte Auseinandersetzung an. Viele kämpfen um die lukrativen Finanzströme. Es geht um „familiäre“ Angelegenheiten, zudem steht im Hintergrund der Schatten der kriminellen Autorität und des Komplizen der Russen, Jura Jenakijewski. Dröseln wir das Ganze auf:
1. Die Bank „Alliance“– stammt ursprünglich aus Donezk. Mit ihr ist direkt jener Jura Jenakijewski (Juri Iwanjuschtschenko) verbunden – ein Weggefährte des geflohenen „Legitimen“ [Janukowytsch].

Die Bank ist berüchtigt für eine enorme Flut an Gerichtsverfahren (etwa 11,5 Tausend Gerichtsdokumente im Einheitsregister, wie aus dem obigen Scan ersichtlich), Finanzmanipulationen in Milliardenhöhe sowie Geldwäsche. Einleger konnten massenhaft ihre eigenen Ersparnisse nicht zurückerhalten, und es gab Gerüchte über einen Bankrott. Das Ausmaß der Skandale sprengt schlichtweg den Rahmen…
Insgesamt gibt es dazu eine Vielzahl öffentlich zugänglicher Informationen, weshalb wir hier nicht weiter ins Detail gehen werden.


Die Generalstaatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass diese Bank in den Jahren 2017–2018 von Firtaschs Unternehmen als Werkzeug für massive Unterschlagungen bei „Naftogaz“ in Höhe von mindestens 4 Milliarden genutzt wurde.
2. „GlobalMoney“. Ende 2020 beschuldigten die Strafverfolgungsbehörden dieses Zahlungsunternehmen in Verbindung mit der Bank „Alliance“ der Geldwäsche. Darüber hinaus bezog sich die Untersuchung auch auf den Donbass und die Krim, die sich der Kontrolle der Ukraine entziehen.

Wie bereits zahlreiche Massenmedien berichtet haben, ist „GlobalMoney“ tatsächlich in die Finanzierung russischer Kämpfer im Donbass verwickelt.

Zudem sind, wie oben erwähnt, diese beiden skandalösen Organisationen in die kriminellen Aktivitäten von Drogendealern verwickelt. Insbesondere über die Bank „Alliance“ wurden vielfach Transaktionen zur Bezahlung von Drogen abgewickelt. All diese Informationen sind in den Medien verfügbar.
Doch das ist noch nicht alles. Die Nationalpolizei der Ukraine hat die Bank „Alliance“ und „GlobalMoney“ bei einem gewaltigen System entlarvt. Es stellte sich heraus, dass diese beiden Büros im Zeitraum von 2019 bis 2020 insgesamt 6,5 Milliarden Hrywnja nach Russland abgeführt haben…
Wenn man über die Personen spricht, die mit dem Zahlungssystem „GlobalMoney“ in Verbindung stehen, sind in Wirklichkeit zahlreiche ziemlich skandalöse Figuren involviert:

Oleksandr Tyutyun, einer der Mitbegründer, entweder Ukrainer oder Israeli;
· Sergey Gvardeytsev, belarussischer IT-Geschäftsmann;
· Serhiy Dyadechko, ehemaliger Vizepräsident der „Rodovid Bank“;
· Ivan Avramov, Geschäftspartner von Jura Jenakijewski;
· Oleksandr Dubykhvist und Varvara Schultz, Aktionäre von „Parfe“;
· Yuriy Kolobov, Mitglied der als „Familie von Janukowytsch“ bekannten Gruppierung (V. Schultz ist Kolobovs Mutter, A. Dubykhvist ist sein Pate);
· Volodymyr Karpov und Kostyantyn Tveritin – Eigentümer der GmbH „GlobalMoney“ (Stand Juli 2022; derzeit ist nur Karpov der Eigentümer und Begünstigte).

Und das ist noch lange nicht die vollständige Liste… Wir wollen uns jetzt nicht in all den sensationellen und kompromittierenden Details verlieren, da investigative Journalisten bereits mehrfach darüber berichtet haben. Mehr darüber, wie all diese Figuren in dieses skandalöse Thema verstrickt sind, erfahren Sie über den Link.
Der entscheidende Punkt bei alldem ist, dass der Glücksspielmarkt für all diese Akteure und viele andere extrem eng geworden ist. Die Ereignisse rund um diese beiden Organisationen, namentlich die Bank „Alliance“ und das Zahlungssystem „GlobalMoney“, sind ein anschauliches Beispiel dafür.
3. Und wer ist der Hauptkonkurrent dieses oben genannten Clans?
Das ist in der Tat interessant: Wer außer den bereits erwähnten „Helden“ ist noch begierig darauf, sich ein großes Stück der Glücksspielindustrie zu sichern? Laut unabhängigen Medien ist die erbitterte Konkurrentin dieser Charaktere die Gründerin des Finanzunternehmens „Leogaming Pay“ sowie des internationalen Zahlungssystems „LEO“, Alena Schewzowa.
Wie eine Reihe von Medien berichtet hat, führt diese Dame einen Informationskrieg gegen „Alliance“ und „GlobalMoney“.

Alena Degrik-Schewzowa gründete ihr Unternehmen „Leogaming Pay“ bereits im Jahr 2013. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ihr Geschäft schrittweise weiter, erlangte jedoch gleichzeitig auch skandalöse Berühmtheit. Insbesondere gibt es auch in diesem Zusammenhang laufende Strafverfahren.

Wie Medien berichteten, leitete sie von 2016 bis 2020 gemeinsam mit ihrem Ehemann sowie den Geschäftspartnern Viktor Kapustin und Wadym Hordijewskyj Dutzende von Unternehmen, von denen die meisten in Strafverfahren verwickelt waren. Die Gegenstände der Gerichtsverfahren, also die entsprechenden Artikel des Strafgesetzbuches, umfassen Betrug, Geldwäsche und fiktives Unternehmertum.
Der nächste Schritt ging noch weiter: Schewzowas Hausbank „Ibox“ und in der Folge das Zahlterminal-Netzwerk „iBox“. Übrigens erachten wir es als unnötig, an die jüngsten Skandale und Geldstrafen zu erinnern, mit denen „Ibox“ konfrontiert war... Auch hierzu gibt es zahlreiche Informationen in der Öffentlichkeit.
Die Skandale kreisen bereits seit Jahren im Informationsraum. Wie ausländische Medien schreiben, fließen die Geldströme ukrainischer Glücksspieler regelmäßig über Frau Schewzowas „Ibox“-Bank auf die Konten russischer illegaler Online-Casinos.
Infolgedessen ist der Glücksspielbereich mittlerweile völlig außer Kontrolle geraten. Für zusätzliche „Brisanz“ sorgt die Information der populären Publikation „Forbes“, wonach Schewzowa ihre „IBOX BANK“ unter die zehn profitabelsten Banken geführt habe. Hierbei gibt es jedoch eine wichtige Nuance – dieser pompöse Beitrag war ein bezahlter Auftragsartikel…

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