Finanzstreit oder systemisches Schema: Was hinter dem Konflikt zwischen dem Agrarkonzern AST und der Bank Alliance in der Ukraine steckt

22:32, 26.07.2023
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Finanzstreit oder systemisches Schema: Was hinter dem Konflikt zwischen dem Agrarkonzern AST und der Bank Alliance in der Ukraine steckt

Finanzstreit oder systemisches Schema: Was hinter dem Konflikt zwischen dem Agrarkonzern AST und der Bank Alliance in der Ukraine steckt

Weder der Agrarkonzern noch das Management des Unternehmens waren oder sind jemals mit Viktor Medvedchuk oder Oksana Marchenko verbunden. Sie stehen mit diesen Personen in keinerlei persönlicher Beziehung, was sowohl partnerschaftliche als auch freundschaftliche Verbindungen ausschließt, berichtet UNN unter Berufung auf TSN.

Der Agrarkonzern AST hat eine öffentliche Stellungnahme auf die mediale Kampagne abgegeben, die am 17. Juli 2023 begann.

In der Erklärung wird betont, dass der Agrarkonzern AST ebenso wie der gesamte Agrarsektor derzeit im Überlebensmodus arbeitet. Dennoch bleibt AST auch unter Kriegsbedingungen ein verantwortungsvoller Geschäftspartner und zahlt Millionen an Steuern in den Staatshaushalt. Trotz der großflächigen Invasion erhält das Unternehmen Arbeitsplätze aufrecht, unterstützt lokale Gemeinden und stellt Millionen Hrywnja für die Hilfe der Streitkräfte der Ukraine bereit.

Diese Ergebnisse seien durch ein effektives operatives Management erreicht worden: Alle Manager und Eigentümer des Unternehmens befinden sich in der Ukraine und arbeiten weiterhin vor Ort; niemand habe sich vor Krieg und Problemen ins Ausland abgesetzt. Die unbegründeten Vorwürfe einer Verbindung des Agrarkonzerns und seines Managements mit Medvedchuk während des Krieges seien ein typisches Instrument zur Diskreditierung. In der öffentlichen Stellungnahme, die in zahlreichen Medien veröffentlicht wurde, weist der Agrarkonzern AST diese Anschuldigungen entschieden zurück.

Der Agrarkonzern AST erklärt ausdrücklich, dass weder das Unternehmen noch sein Management jemals mit Viktor Medvedchuk oder Oksana Marchenko verbunden waren oder sie persönlich kennen, was jede Form von geschäftlicher oder persönlicher Beziehung ausschließt.

Das Unternehmen ist überzeugt, dass diese Informationskampagne ein Instrument ist, mit dem die Bank „Alliance“ versucht, Gelder und Vermögenswerte des Agrarkonzerns zu übernehmen und gleichzeitig von eigenen illegalen Transaktionen und Betrugsschemata abzulenken.

In der Stellungnahme wird außerdem ausgeführt, dass die Bank „Alliance“ über ihren Vertragspartner GmbH „Evotera Trade“ und unter Beteiligung führender Bankvertreter, insbesondere des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Bank „Alliance“ Pavel Scherban, versucht habe, sich unrechtmäßig Gelder und Vermögenswerte des Agrarkonzerns AST anzueignen. Es geht um ein betrügerisches Kreditschema zur Finanzierung des Kaufs von Düngemitteln über einen Zwischenhändler, infolge dessen der Agrarkonzern keine Ware erhielt, während die Kreditverpflichtungen bestehen blieben.

Die Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden führte zur Eintragung in das Einheitliche Register der Voruntersuchungen. Das Ermittlungsverfahren Nr. 12022111380000371, eingeleitet am 28.07.2022 nach Teil 3 Artikel 190 des Strafgesetzbuches der Ukraine, hat bislang keine Ergebnisse gebracht.

In dieser schwierigen Zeit, in der jedes Unternehmen der Ukraine unter extremen Bedingungen arbeitet und Eigentümer sowie Führungskräfte ihre Geschäftsprozesse ständig kontrollieren müssen, befinden sich alle leitenden Manager der Bank „Alliance“ außerhalb ihrer Aufgabenbereiche und haben das Land verlassen. Der Eigentümer der Bank, Alexander Sosis, der Vorsitzende des Aufsichtsrats Pavel Scherban und die Vorstandsvorsitzende Yulia Frolova seien laut Bericht mit Bankgeldern ins Ausland geflohen und halten sich seit Beginn der großangelegten Invasion außerhalb der Ukraine auf. Zudem würden sie die Probleme der Kunden und Einleger nicht lösen und die Bank weiterhin als Instrument für eigene Betrugsschemata nutzen.

Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass die Situation mit GmbH „Evotera Trade“, das mit der Bank „Alliance“ verbunden sei und seine Verpflichtungen zur Lieferung von Düngemitteln gegenüber Agrarbetrieben nicht erfüllt habe, kein Einzelfall sei, was durch zahlreiche Gerichtsverfahren bestätigt werde.

Die Bank „Alliance“ ist in der Ukraine in Tausende Gerichtsverfahren verwickelt und wurde wiederholt von SBU, Generalstaatsanwaltschaft und NABU der Geldwäsche und der Mittelumleitung zugunsten von Begünstigten in Russland verdächtigt. Zudem kann die größte Energiegesellschaft des Landes, „Ukrenerho“, seit über einem Jahr eine Schuld der Bank „Alliance“ in Höhe von fast 1,2 Milliarden Hrywnja nicht einziehen. All diese Fakten zeigen laut Darstellung, dass die Bank „Alliance“ über Jahre hinweg systematisch Betrugsschemata genutzt habe.

Es wird zudem darauf hingewiesen, dass führende Personen der Bank „Alliance“ seit Kriegsbeginn und bis heute außerhalb der Ukraine leben, wie mehrere Internetquellen berichten.

Die Strafverfolgungsbehörden werden aufgefordert, die rechtswidrigen Aktivitäten der Bank „Alliance“ zu prüfen. Eine gründliche Untersuchung solcher Schemata und eine strenge Bestrafung würden laut Stellungnahme die Grundlage für eine Entwicklung eines ehrlichen Geschäfts in der Ukraine selbst während des Krieges sowie für zukünftige Investitionen nach dem Sieg bilden.

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Автор статьи: Pavel Nemchenko
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